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100 Jahre DADA / März

In der Ausstellungsreihe Hotello und DADA stellen wir Ihnen ab dem 12.03.2016, in Hotello die Videoinstallation Fenomenologia des Künstlers, Journalisten und Literaten Giuliano Galletta vor.


GIULIANO GALLETTA, “PHÄNOMENOLOGIE”, VIDEO, 2007


GG ergänzt, akkumuliert. Zeichen an Zeichen. Bild an Bild. In der zusätzlichen Rückstoßbewegung. Und trifft dabei immer. Runde für Runde. Bis der Gegner erschöpft ist. (Und so beginnst du, anders zu lesen, weniger fügsam, zu schreiben, wie du es nie zuvor getan hast). Wenn ich es dir in Worten erklären müsste, das Action-Werk, würde ich sagen: «Porträt des Künstlers als Boxer». Dieses fotografische Werk erklärt in der Zeitspanne der fünfzig Jahre von 1945 bis 1995 die Unzuverlässigkeit des Porträts des 1955 geborenen Künstlers und dagegen die Zugehörigkeit zum Bild des Vaters, ein weiteres Beispiel für die Identitätsverschiebungen des Ichs von GG, in einer Regression im familiären Kontext, im Klima des Unheimlichen und einem wiederholten Zurückgehen. In einem der Ausstellungsräume leuchtet an einer Wand die Projektion des legendären Kampfeszwischen Muhammad Ali und George Foreman 1975 in Kinshasa, rhythmisch unterlegt mit dem berühmten Tango Caminito aus den zwanziger Jahren, ein Text von Gabino Coria Peñaloza, vertont vonJuan de Dios Filiberto. Neben dem Bildschirm auf einem Stuhl lässt eine Ausgabe der Phänomenologie des GeistesHegel unaufhörlich wiederholen «Afrika hat keine Geschichte!»Während im Ring zwei kämpfende Figuren, elegant und federnd in den Großaufnahmen in Zeitlupe, die «Metapher vom Herr und vom Knecht» verkörpern, reduziert sich der Geist, besiegt von der Macht des Bildes der tanzenden Körper, auf ein schwebendes Gespenst.


Text: Simone Regazzoni


Deutsche Übersetzung: Annette Seimerr


 

Giuliano Galletta (www.giulianogalletta.org)  è nato a Sanremo nel 1955, vive a Genova. Attivo fin dalla seconda metà degli anni Settanta come giornalista, poeta visuale, performer, filmaker ha esposto in gallerie e musei italiani e stranieri. Nel 2010 il museo di arte contemporanea di Villa Croce a Genova gli ha dedicato la mostra antologica “Il museo del caos”. Ha pubblicato il romanzo visivo “tous jours” (edizioni Sileno, 1979), la raccolta di poesie “Un impossibile giorno” (edizioni Sileno, 1990), il saggio “Il televisore. Dal totem casalingo alla realtà virtuale” (Gribaudo, 1995),  “Almanacco di un altro anno” (Antilibro-posteditore, 2004). “Sanguineti/Novecento. Conversazioni sulla cultura del XX° secolo” (il melangolo, 2005), ”Sabrina e l’arte della felicità” (il melangolo 2006)., “Non voglio essere me stesso” (il Canneto editore 2012), “Materiali per un romanzo visivo” (Mucas, 2014)